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Grenzüberschreitende sächsische Reisescheine

Stefan Kolditz, Gelenau

Den Reisenden standen zeitraumbezogen auch grenzüberschreitende Postkurse zur Verfügung. So konnte von Sachsen aus beispielsweise nach Nürnberg, Prag oder Hof ohne umzusteigen gefahren werden.

Der vorstehend abgebildete sächsische Reisescheintyp von Dresden nach Prag wurde auch für die Rückfahrt von Sachsen vorgedruckt, wie der nachfolgende Schein ab Hof zeigt.

Zum Sächsisch Bayerischen Grenzpostamt Hof ist ein ausführlicher Beitrag im Rundbrief der FG Sachsen Nr. 89 enthalten.

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Erstausgabe der Leipziger Zeitung

Stefan Kolditz, Gelenau

Am 1. Januar 1660 erfolgte die erste Ausgabe der Leipziger Zeitung.

Das 200jährige Jubiläum der Leipziger Zeitung wurde in der Zeitung vom 1. Januar 1860 gewürdigt. Auf der Titelseite wurden wesentliche Punkte zur Entwicklungsgeschichte der Zeitung abgedruckt. Dieser Ausgabe waren Nachdrucke der Zeitungen vom 1. Januar 1660 und 1760 beigefügt.

Die Auflagenhöhen betrugen 1668 204 Stück, 1760 ca. 1000 Stück und 1860 ca. 6500 Stück.

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Sächsisches Postamt auf preußischem Staatsgebiet – Crossen

Stefan Kolditz, Gelenau

Kaiser Napoleon errichtete über die Verträge von Tilsit das Herzogtum Warschau als polnischen Satellitenstaat im Abhängigkeitsverhältnis zu Sachsen (Artikel 15). Sachsen regierte das Herzogtum in Personalunion.

Da zwischen Sachsen und dem Herzogtum Warschau preußisches Territorium lag, wurde gleichzeitig die Verbindung der beiden Gebiete über eine Heerstraße festgelegt (Artikel 16).  Diese Straße verlief von Sachsen über die preußischen Orte Crossen und Züllichau nach Posen und Warschau.

Hinsichtlich der Post hatte die Heerstraße durch preußisches Staatsgebiet allerdings auch Folgen. So entstand in Crossen und Züllichau eine sächsische Postanstalt mit Pferdewechselstation auf preußischem Territorium.

Zumindest von Crossen liegt ein Postschein vom 25. Februar 1809 vor. Von der Postanstalt Züllichau sind keine Belege bekannt.

Im Rundbrief der FG Nr. 109 ist ein ausführlicher Beitrag zum IV. Koalitionskrieg 1806 / 1807 – Auswirkungen auf das sächsische Postgebiet enthalten.

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Postvorschussbrief von Oelsnitz nach Adorf

Datum: 14. Februar 1823

Absendende Postanstalt: Oelsnitz, Postamt

Empfängerpostanstalt: Adorf, Postamt

Briefaufgabestempel R18 in Rot; direkter Kartenschluss

Postvorschuss: Dem Briefaufgeber wurde der Vorschussbetrag von der Post ausgezahlt und vom Empfänger mit der Vorschussgebühr und dem Porto wieder eingezogen (Auszahlung anfangs gleich bei Auflieferung, später erst bei Rückbestätigung, dass der Empfänger den Betrag auch bezahlt hat).

Porto:

Posttaxordnung von 1713; Fahrpostsendung

Postvorschuss 1 Taler 3 Groschen 3 Pfennige = 27¼ Groschen

+ Procuragebühr 2 Groschen = 29¼ Groschen (dunkelroter Taxvermerk in Oelsnitz);

Briefgewicht 2 Lot, Entfernung unter 2 Meilen, Briefporto 1 Groschen;

Gesamtporto 30¼ Groschen in Adorf grün taxiert

(vgl. Portohandbuch Sachsen, 2012)

Weitere Beschreibungen zur Portoermittlung und zu den Taxierungsfarben erfolgen in einem gesonderten Beitrag im Rundbrief der FG Sachsen.